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Impressum

        
         Teilnahmebestätigung der
         Handwerkskammer Dresden
         9.2.-4.5.1987  - B A S I C -
 
 
Es gelang mir Mitte 1987 durch  Hilfe
jees Robotron-Ingenieurs,einen KC 87/11,
1 Stück RAM- Modul, ein Druckermodul  zu kaufen.
Das war unglaublich !
Eine Sensation und sehr, sehr teuer.
 
Preise:
KC 87/11           =       3390.- Mark
2 x RAM-Modu    =       1236.- Mark
Recorder (Gera)  =         550.- Mark
Drucker-Modul    =         422.- Mark
RGB-Modul         =   ca.  100.- Mark
 
 
weiteres Zubehör war nötig:
 
RAM-Steckmodul: 618.- Mark
Drucker-Modul:    422.- Mark
Datenrecorder:    550.- Mark
Drucker K6313:  ca. 600.- M
 
 
   Welcher Monitor, woher ?
  Es gab ja keinen RGB-Monitor
  im Laden zu kaufen...
  nein, unterm Ladentisch gab es
  mittels "Vitamin B" einen tragbaren,
  sauschweren  Farbfernseher:
 
    
 
in diesen mußte der Techniker
noch ein "RGB-Modul" montieren.
 
 
 
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Das war eine Spitzenleistung für einen DDR-Handwerker,
der von den Staatsorganen als "Restkapitalist" bezeichnet wurde.
Viele Handwerker waren ja im Lauf der DDR-Diktatur enteignet oder
in "sozialistische Produktionsgenossenschaften" (PGH) gepreßt worden.
Wir Elektrohandwerker hatten es sehr schwer, denn im Gegensatz zu anderen Gewerken erhielten wir zwar immer am Anfang des Jahres die "Planvorgaben", aber nie dafür eine Materialzuteilung, Werkzeuge...
Es war nur möglich, mit "Beziehungen" und Schmiergeldern den Plänen und Auflagen des "Rates der Stadt" nachzukommen, um mit seinem Handwerksbetrieb zu überleben.
Der "staatliche Maschinenbauhandel der DDR" verwaltete die Dinge für VEB-Betriebe, Kombinate, Armee, Stasi, Polizei usw.
Da hatten wir keine Chance als Handwerker, die sich nicht "arrangieren" wollten. Die  regimtreuen "SED/MfS-Handwerker" kannte man und mied sie.
  
 
 
 
 
 
 
 
 
Dank des Ingenieurs von Robotron (Dozent des BASIC-Seminars),
dessen Name mir leider entfallen ist, konnte ich fleißig meine    wichtigsten  Handwerkerprogramme in "BASIC" programmieren.
Wer es damals machte, weiß es,  eine ungeheure Fleißarbeit !
Ehe diese Programme liefen ! Konnte Tage dauern...
Meine selbst mit "Basic" erstellten Programme konnte ich auf Kassetten
aufspielen und mit in den "Westen" schmuggeln.
 
 
 
 
 
  KC 87/11 color  (1987)
  Preis (DDR) 3390.- Mark
 
 
     
 
     Kassettenrecorder   und  Original-Preisschild
 
 
Einen Drucker gab es nicht zu kaufen...
Ich bekam dank "Vermittlung" einen von Robotron
als Dauerleihgabe...
 
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Als einer der ersten Elektrohandwerker in Dresden konnte ich nun endlich meine Rechnungen mit dem KC87 anfertigen und ausdrucken. Bis dato erstellte man die Rechnungen im Konzept, die Positionen wurden auf einem "West-Taschenrechner" (geschmuggelt von der Oma) multipliziert und addiert und dann in die Schreibmaschine Typ "Erika" (DDR) gehämmert. Ja, so wars...
Der Robotron-Drucker "K6313" aus Sömmerda war ein Matrixdrucker, der auch die bekannten Durchschlagsformulare verarbeitete.
Aber der wurde fast nur an "staatliche Organe" oder für den Export
mit Label "Privileg" etc. verkauft. Nicht für DDR-Einwohner...
Auch für die Lohnabrechnung erstellte ich ein Programm und druckte die (recht einfachen) DDR-Lohnzettel aus.
 
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In Deutschland  gab es dann etwa ab 1995 im Internet eine Plattform, wo man diese alte Robotron-Technik kaufen oder ersteigern konnte.
So habe ich seit Jahren alle diese Geräte wieder im Regal und fast immer zu Jahresende -wenn es stürmt und schneit- schalte ich alles
wieder zusammen, lege die Datenbänder in den Recorder ein und siehe:
diese Technik funktioniert noch heute !
 
                                
 

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